Kosten des Schiedsverfahren

Die Kosten des Schiedsverfahren orientieren sich an den Kosten, die erfahrungsgemäß in Oldtimerstreitigkeiten bei Durchführung eines gerichtlichen Verfahrens anfallen. Dabei wurde berücksichtigt, dass ein in Oldtimerdingen erfahrener Sachverständiger Mitglied der Schiedsstelle ist und in einem gerichtlichen Verfahren neben den eigentlichen Gerichtskosten i. d. R. zusätzlich die Einholung eines Gutachtens erforderlich wird, welches durch das hiesige Schiedsverfahren gerade erspart werden soll. Da zudem die Gebühren der Schiedsstelle unabhängig vom Streitwert bemessen sind, werden die durch die Schiedsstelle anfallenden Kosten i. d. R. geringer, als bei Durchführung eines gerichtlichen Verfahrens sein.(inkl. Gutachterkosten eines gerichtlich eingeholten Gutachtens).

Stufe des
Schiedsverfahrens
Kosten, wenn
eine der
Parteien
Inhaber der
DEUVET-Card
oder Mitglied
beim BVfK ist
Kosten, falls
keine der
Parteien
beim
DEUVET
oder BVfK
Mitglied ist
1. Stufe1.000,00 €1.500,00 €
2. Stufe 4.000,00 € (1)5.000,00 € (1)
3. Stufe5.000,00 € (2)6.000,00 € (2)

(1) zzgl. Reisekosten der Mitglieder des Schiedsgerichts zum Ortstermin

(2) ggf. zzgl. im Einzelfall eingeholter zusätzlicher Begutachtungen (falls der Gutachter der Mitglied                   (2) des Schiedsgerichts ist nicht die notwendigen Spezialkenntnisse besitzt)

In den Kosten des Schiedsgerichts die Kosten der Parteivertreter nicht enthalten. Für die Kosten haften die Parteien gesamtschuldnerisch, die Kosten der 1. Stufe sind vor Beginn des Verfahrens einzuzahlen, die Kosten der weiteren Stufen bei Scheitern der jeweils vorausgegangenen Stufe.

Kostenaufstellung Gerichtsverfahren

Betrachtet man die Gesamtkosten von Gerichtsverfahren sind immer drei Kostenpositionen von Bedeutung, nämlich die Gerichtskosten, die Anwaltskosten, sowie die Kosten von Sachverständigen, die bei Streitigkeiten rund um Oldtimer in der Regel hinzugezogen werden müssen.
 
Bei der hiesigen Vergleichsrechnung haben wir die Anwaltskosten außer Betracht gelassen, da diese in den Kosten der Anrufung der Schiedsstelle ebenfalls nicht enthalten und von den Parteien jeweils selbst zu tragen sind. Abgestellt wird also lediglich auf Gerichtskosten und Sachverständigenkosten. Die Kosten eines Sachverständigen beziehen wir in die Betrachtung deshalb mit ein, da der Spruchkörper der Schiedsstelle in jedem Fall ein mit der Oldtimermaterie vertrauter Sachverständiger sitzt und daher zusätzliche Sachverständigenkosten vermieden werden können.

Hinsichtlich der Sachverständigenkosten zeigt die Erfahrung, dass bei höheren Streitwerten engagierter gekämpft wird und daher mehr Beweisfragen vom Gutachter zu klären sind, was dann auch zu einem Ansteigen der Sachverständigenkosten führt. Die Sachverständigenkosten sind nicht streitwertabhängig, sondern aufwandsabhängig sind. In der Regel wird den Sachverständigen genehmigt auf Basis eines Stundenverrechnungssatzes von 95,00 € abzurechnen.
 
Hinsichtlich der Gerichtskosten sind bei Klageeinreichung drei Gebühren zu zahlen. Die jeweilige Position Gerichtskosten weist also den Betrag für drei Gerichtsgebühren aus.

 I. Streitwert: 10.000,00 € 
 Gerichtskosten: 3 x 196,00 €    588,00 €
 Sachverständigenkosten: 1.500,00 €
 Summe: 2.088,00 €

 II. Streitwert: 50.000,00 € 
 Gerichtskosten: 3 x 456,00 € 1368,00 €
 Sachverständigenkosten: 2.000,00 €
 Summe: 3368,00

 III. Streitwert: 150.000,00 
 Gerichtskosten: 3 x 1156,00 3.468,00
 Sachverständigenkosten: 3.000,00 €
 Summe: 6.468,00 €